Pilgern ist Weg des Menschen zu Gott. Deshalb sind verschiedene Wegsituationen dargestellt, gemalt 1996 von Pater Karl Stadler OSB, Kloster Engelberg.
OBERES BILD:
Das Bild zeigt den Auszug des Erzvaters Abraham mit seiner Sippe aus Ur im Zweiströmeland. Abraham wird von seiner Frau Sara und seinem Neffen Lot begleitet. Der Weg vor den Füssen Abrahams ist dunkel, er schreitet ins Ungewisse. Im Hintergrund ist die Stadt Ur erkennbar. Mit der Schafherde ist das Motiv des guten Hirten angedeutet.
UNTERES BILD:
Der Auszug des Volkes Israel. Der Zug ist angeführt von Moses, begleitet
von seiner Schwester Miriam und seinem Bruder Aaron. Aaron trägt die Brustplatte des Hohenpriesters. Die Bundeslade wird von Leviten getragen. Auf der Bundeslade erkennt man die einander zugekehrten Kerubim mit ausgebreiteteten Flügeln.
OBERES BILD:
Maria besucht Elisabeth. Sie bringt die frohe Botschaft, dass sie einen Sohn empfangen werde. Unter der Haustür steht Zacharias, der noch etwas ungläubig zuschaut. Links oben ist der Heilige Geist in Form der Taube zu erkennen. Das kleine Bild stellt vorausschauend die Flucht der
Heiligen Familie nach Ägypten dar.
UNTERES BILD:
Heimkehr vom Tempel. Jesus spricht mit seinen Eltern: "Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?" Das kleine Bild zeigt den Jakobsbrunnen mit der Frau aus Samaria. Neben dem Brunnen steht der Wasserkrug: "Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals Durst leiden."
OBERES BILD:
Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen. Jesus begegnet seiner Mutter: "Frau, siehe deinen Sohn." Veronika reicht Jesus das Schweisstuch. Im Hintergrund die weinenden Frauen. "Ihr Frauen von Jersualem, weint nicht über mich; weint über euch und eure Kinder."
UNTERES BILD:
Mit den Jüngern unterwegs nach Emmaus. Im Hintergrund das offene Grab und eine der Frauen (Magdalena), die sahen, dass der Stein weggewälzt war. Die Jünger erkennen Jesus vorerst nicht. Er spricht zu ihnen, und es wird ihnen warm ums Herz. Das kleine Bild zeigt das Abendmahl in Emmaus, bei dem die Jünger Jesus durch das Brechen des Brotes erkennen.
OBERES BILD:
Antonius befindet sich auf der Heimreise von Marokko und hält Ausschau über das Meer. Das Schiff gerät in einen Sturm, und Antonius landet statt daheim in Portugal auf Sizilien. Das kleinere Bild zeigt Antonius, wie er den Fischen predigte, als er in Rimini auf taube Ohren stiess. Hinter ihm wächst eine Rose aus dem unfruchtbaren Fels.
UNTERES BILD:
Antonius hat sich von der Welt nach Camposampiero zurückgezogen. Er erleidet einen Herzinfarkt oder ein Lungenödem. Auf dem Rücktransport nach Padua erliegt er im Klösterchen Arcella der Franziskanerinnen vor den Stadtmauern von Padua seinem Leiden. Im Hintergrund erkennt man die weissen Kuppeln der gegenwärtigen Wallfahrtskirche von Padua.